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Immobilienpreise Mönchengladbach 2026 – Überblick nach Stadtteil

Bekim Kastrati 8 Min. Lesezeit
Blick über ein Wohnviertel in Mönchengladbach mit Backsteinhäusern und kleinen Mehrfamilienhäusern
Inhalt

Häuser kosten in Mönchengladbach 2026 je nach Auswertung im Schnitt rund 2.600 bis 3.250 €/m², Eigentumswohnungen rund 2.200 bis 2.650 €/m² — das sind Angebotspreise aus Immobilienportalen (Stand: 1. bis 3. Quartal 2026). Die tatsächlich beurkundeten Kaufpreise, die der Gutachterausschuss der Stadt auswertet, liegen meist darunter. Zwischen Stadtteilen, Baujahren und Objektarten sind die Unterschiede groß. Dieser Beitrag ordnet die Zahlen ein: amtliche Kaufpreise aus dem Grundstücksmarktbericht 2026, die Bodenrichtwerte zum 1. Januar 2026, eine Stadtteil-Übersicht und die Faktoren, die den Markt am Niederrhein derzeit bewegen.

Was kosten Häuser und Wohnungen in Mönchengladbach 2026?

Nach den Auswertungen großer Immobilienportale liegen die durchschnittlichen Angebotspreise in Mönchengladbach 2026 bei etwa 2.200–2.650 €/m² für Eigentumswohnungen und 2.600–3.250 €/m² für Häuser. Gegenüber dem Vorjahr bewegen sich die Werte je nach Portal zwischen rund −1,5 % und +2 % — der Markt läuft also weitgehend seitwärts.

SegmentØ Angebotspreis 2026Tendenz ggü. Vorjahr
Eigentumswohnungenca. 2.200–2.650 €/m²ca. −1,5 % bis +2 %
Häuserca. 2.600–3.250 €/m²ca. −1,5 % bis +2 %

Spanne mehrerer Portal-Auswertungen (u. a. immoportal, Homeday, Engel & Völkers), Stand: 1.–3. Quartal 2026.

Dass die Spanne so breit ist, hat einen einfachen Grund: Jedes Portal wertet andere Inserate mit anderer Methodik aus. Wichtiger als der genaue Mittelwert ist deshalb die Unterscheidung zwischen Angebotspreis (was inseriert wird) und Kaufpreis (was notariell beurkundet wird). Angebotspreise liegen in der Regel über den tatsächlich gezahlten Preisen — mehr zu den Begriffen im Ratgeber Was ist meine Immobilie wert?.

Was sagen die amtlichen Zahlen des Gutachterausschusses?

Die verlässlichste Quelle sind nicht die Portale, sondern der Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Mönchengladbach. Er wertet alle notariell beurkundeten Kaufverträge des Jahres 2025 aus: 2.648 Kaufverträge mit einem Geldumsatz von rund 699,5 Millionen Euro. Nach den schwachen Jahren 2022 und 2023 hat sich der Markt 2024 und 2025 deutlich erholt.

Auffällig ist die Verteilung: 1.164 Eigentumswohnungen wechselten 2025 den Eigentümer, rund 11 % mehr als im Vorjahr. Bei Einfamilienhäusern blieb die Zahl mit 760 Verkäufen nahezu unverändert, Mehrfamilienhäuser legten auf 307 Verkäufe zu. Die Durchschnittspreise bewegten sich laut Zwischenauswertung des Ausschusses „weitgehend stagnierend”.

Die amtlichen Durchschnittspreise zeigen vor allem eines: Das Baujahr ist neben der Lage der wichtigste Preistreiber.

Objekt (100–150 m² Wohnfläche, inkl. Grundstück)BaujahrØ Kaufpreis
Doppelhaushälfte / Reihenendhaus1950–1974ca. 2.225 €/m²
Doppelhaushälfte / Reihenendhaus1975–1994ca. 2.850 €/m²
Doppelhaushälfte / Reihenendhaus1995–2009ca. 3.300 €/m²
Doppelhaushälfte / Reihenendhaus2010–2023ca. 3.625 €/m²
Freistehendes Einfamilienhaus1950–1974ca. 2.775 €/m²
Freistehendes Einfamilienhaus1975–1994ca. 3.100 €/m²
Neubau (Erstverkauf), Doppelhaushälfteab 2024ca. 4.675 €/m²

Kaufverträge vom 1. Januar 2024 bis 30. November 2025, ohne Lagedifferenzierung; Quelle: Grundstücksmarktbericht 2026.

Bei Eigentumswohnungen (60–90 m², Verkäufe 2025) reicht die Spanne von rund 1.900 €/m² (Baujahre der 1970er) über 2.075–2.425 €/m² (1980er bis 2000er) bis 3.625 €/m² für Wohnungen der Baujahre 2010–2023. Neubau-Erstverkäufe lagen 2024/2025 bei rund 4.800–4.925 €/m² — allerdings mit sehr wenigen Fällen.

Immobilienpreise nach Stadtteil: die Übersicht

Nach der aktuellen Auswertung von immoportal (Stand: 1. September 2026, Angebotspreise über alle Objektarten) liegen die Stadtteile Mönchengladbachs zwischen rund 2.050 und 2.750 €/m². Im unteren Preissegment finden sich Rheydt, Holt, Hardterbroich-Pesch und Mülfort, im oberen Windberg und Neuwerk.

StadtteilØ Angebotspreis (alle Objektarten)
Rheydtca. 2.058 €/m²
Holtca. 2.066 €/m²
Hardterbroich-Peschca. 2.080 €/m²
Mülfortca. 2.094 €/m²
Odenkirchenca. 2.114 €/m²
Wickrathca. 2.173 €/m²
Giesenkirchenca. 2.174 €/m²
Eickenca. 2.242 €/m²
Vennca. 2.246 €/m²
Lürripca. 2.254 €/m²
Bettrath-Hovenca. 2.276 €/m²
Hardtca. 2.313 €/m²
Gladbach (Innenstadt)ca. 2.321 €/m²
Rheindahlenca. 2.321 €/m²
Neuwerkca. 2.561 €/m²
Windbergca. 2.728 €/m²

Quelle: immoportal, Stand 1. September 2026. Angebotspreise, Wohnungen und Häuser zusammengefasst.

Diese Tabelle ist eine Momentaufnahme — und andere Auswertungen kommen zu deutlich breiteren Spannen. Portal-Auswertungen nur für Eigentumswohnungen (1. Quartal 2026) reichen von rund 1.400 €/m² in Mülfort bis über 4.000 €/m² in Bettrath-Hoven; auch Großheide wird dort dem oberen Segment zugeordnet. Der Unterschied erklärt sich durch Objektart, Baujahrsmix und Methodik der jeweiligen Auswertung: Ein Stadtteil mit vielen neuen Wohnungen erscheint teurer, einer mit vielen älteren Reihenhäusern günstiger.

Für Eigentümer heißt das: Stadtteil-Durchschnitte taugen als Orientierung für das Preissegment, nicht als Preis für die eigene Immobilie. Innerhalb eines Stadtteils entscheiden die Mikrolage — Straße, Lärm, Nähe zu Schulen und Einkaufsmöglichkeiten — sowie Zustand und Baujahr oft mehr als die Stadtteilgrenze.

Bodenrichtwerte 2026: was der Grund und Boden in Mönchengladbach wert ist

Die Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2026 hat der Gutachterausschuss gegenüber dem Vorjahr nicht verändert (Beschluss vom 20. März 2026, veröffentlicht in BORIS-NRW am 27. März 2026). Für Grundstücke des individuellen Wohnungsbaus (Ein- und Zweifamilienhäuser) gelten gebietstypisch:

  • Gute Lage: ca. 590 €/m²
  • Mittlere Lage: ca. 430 €/m²
  • Mäßige Lage: ca. 300 €/m²

Für den Geschosswohnungsbau liegen die Werte bei rund 570 / 415 / 310 €/m². Insgesamt hat der Ausschuss 1.337 zonale Bodenrichtwerte festgesetzt, kostenfrei abrufbar über BORIS-NRW.

Wichtig: Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert für eine Zone, kein Verkehrswert für ein konkretes Grundstück. Zuschnitt, Bebaubarkeit, Erschließung und Lage innerhalb der Zone können den Preis deutlich verschieben — Details auf unserer Seite Grundstück verkaufen.

Was die Preise 2026 bewegt: Zinsen, Nachfrage, Energie

Drei Faktoren prägen den Markt in Mönchengladbach derzeit besonders:

  • Zinsen: Bauzinsen für zehnjährige Darlehen liegen Ende August 2026 je nach Beleihung bei rund 3,7–4,1 % und bewegen sich seit Monaten seitwärts. Das begrenzt die Budgets der Käufer — und damit die Preisspielräume der Verkäufer.
  • Nachfrage: Mönchengladbach wächst durch Zuzug (277.662 Einwohner mit Hauptwohnsitz zum 31. Dezember 2025). Der marktaktive Leerstand lag Anfang 2025 bei nur rund 3 %. Ein wichtiger Treiber ist der Preisabstand zu Düsseldorf: Dort werden Wohnungen und Häuser rund 2.000–2.500 €/m² teurer angeboten als in Mönchengladbach.
  • Energieeffizienz: Der energetische Zustand wird eingepreist. Nach einer bundesweiten Auswertung von immowelt (März 2026, Angebotspreise 2025) liegen Häuser der Energieklasse H rund 17 % und Klasse F rund 7 % unter vergleichbaren Häusern der Klasse D; Klasse A+ liegt etwa 15 % darüber. Bei Wohnungen reicht die Spanne von −9 % (H) bis +20 % (A+).

Bundesweit lag der amtliche Häuserpreisindex im 1. Quartal 2026 um 1,4 % über dem Vorjahr; Prognosen der Banken erwarten für 2026 moderate Zuwächse von rund 3 % im Bundesschnitt. Für Mönchengladbach spricht die amtliche Zwischenauswertung eher von Stabilität — eine belastbare Prognose für einzelne Stadtteile gibt es nicht.

Mönchengladbach im Vergleich zum Umland

Im Umland liegt vor allem Korschenbroich über dem Mönchengladbacher Niveau: Häuser werden dort je nach Portal mit rund 2.900–3.700 €/m² angeboten. Jüchen (ca. 2.700–2.950 €/m²) und Viersen (ca. 2.550–2.650 €/m²) bewegen sich etwa auf dem Niveau der Stadt (Angebotspreise, Stand 2./3. Quartal 2026). Wer im Umland verkauft, sollte die Nachfrage aus Mönchengladbach und Düsseldorf mit einkalkulieren.

Was bedeutet das für Eigentümer in Mönchengladbach?

Wer 2026 verkaufen möchte, trifft auf einen stabilen, aber preissensiblen Markt. Der Durchschnittspreis des Stadtteils ist dabei nur der Ausgangspunkt — den Wert der eigenen Immobilie bestimmen Baujahr, Zustand, Energieklasse, Grundriss und Mikrolage. Eine kostenlose Werteinschätzung auf Basis tatsächlicher Vergleichsverkäufe ist deshalb sinnvoller als jeder Online-Durchschnitt.

Zur Einordnung der Verkaufsentscheidung helfen zwei weitere Beiträge: Was ist meine Immobilie wert? erklärt die Bewertungsverfahren, Ohne Makler vs. mit Makler rechnet ehrlich durch, was am Ende netto übrig bleibt. Wer stattdessen vermieten möchte: Die Angebotsmieten für Wohnungen liegen in Mönchengladbach 2026 bei rund 9,00–10,90 €/m² kalt (je nach Auswertung) — mehr dazu auf unserer Seite Immobilie vermieten.

So unterstützen wir Sie

Marktdaten geben die Richtung vor, den konkreten Wert Ihrer Immobilie ermitteln wir vor Ort — auf Basis der Kaufpreise, die in Ihrem Stadtteil tatsächlich erzielt wurden.

Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Marktdaten sind Durchschnitts- bzw. Angebotswerte, ändern sich laufend und werden hier jährlich aktualisiert; Stand des Beitrags: September 2026.

Häufige Fragen

Was kostet ein Haus in Mönchengladbach 2026 im Durchschnitt?

Portale weisen für 2026 durchschnittliche Angebotspreise von rund 2.600 bis 3.250 €/m² aus (Stand 1.–3. Quartal 2026). Die amtlich beurkundeten Kaufpreise liegen je nach Baujahr meist niedriger: Der Grundstücksmarktbericht 2026 nennt für Doppelhaushälften und Reihenendhäuser etwa 2.225 €/m² (Baujahre 1950–1974) bis 3.625 €/m² (2010–2023), für freistehende Einfamilienhäuser rund 2.775–3.100 €/m². Entscheidend sind Baujahr, Zustand und Lage.

Welcher Stadtteil in Mönchengladbach ist am günstigsten, welcher am teuersten?

Das hängt von der Auswertung ab. Nach immoportal (Stand September 2026, alle Objektarten) liegen Rheydt, Holt, Hardterbroich-Pesch und Mülfort im unteren, Windberg und Neuwerk im oberen Segment. Auswertungen nur für Eigentumswohnungen sehen Mülfort ganz unten und Bettrath-Hoven sowie Großheide ganz oben. Ein eindeutiges Ranking gibt es nicht — Objektart, Baujahrsmix und Methodik verschieben das Bild deutlich.

Wie hoch sind die Bodenrichtwerte in Mönchengladbach 2026?

Zum Stichtag 1. Januar 2026 gelten für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke gebietstypisch rund 590 €/m² in guter, 430 €/m² in mittlerer und 300 €/m² in mäßiger Lage; für den Geschosswohnungsbau etwa 570, 415 und 310 €/m². Der Gutachterausschuss hat die Werte gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Alle zonalen Bodenrichtwerte sind kostenlos über BORIS-NRW abrufbar.

Sind das Angebotspreise oder tatsächlich gezahlte Kaufpreise?

Beides kommt vor — und der Unterschied ist wichtig. Portal-Durchschnitte beruhen auf Inseraten, also Angebotspreisen, die häufig über dem später beurkundeten Kaufpreis liegen. Die Zahlen des Gutachterausschusses stammen dagegen aus der amtlichen Kaufpreissammlung aller notariellen Verträge. Für eine Verkaufsentscheidung sind die tatsächlichen Kaufpreise vergleichbarer Objekte die bessere Grundlage.

Steigen die Immobilienpreise in Mönchengladbach 2026 weiter?

Eine sichere Prognose gibt es nicht. Die Portal-Durchschnitte bewegten sich zuletzt je nach Quelle zwischen etwa −1,5 % und +2 % gegenüber dem Vorjahr, die amtliche Zwischenauswertung spricht von weitgehender Stagnation. Bundesweit erwarten Banken für 2026 moderate Zuwächse. Bauzinsen um 4 % begrenzen die Budgets der Käufer; gefragte, energetisch gute Objekte in guten Lagen entwickeln sich in der Regel besser als sanierungsbedürftige.