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Immobilienpreise Mönchengladbach 2026: Kaufpreise und Stadtteilvergleich

Bekim Kastrati Aktualisiert am 10. September 2026 7 Min. Lesezeit
Wohnstraße mit Backsteinhäusern, Mehrfamilienhäusern und Bäumen
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Für Mönchengladbach nennt immoportal zum 1. September 2026 im Stadtüberblick rund 2.596 €/m² für Häuser und 2.186 €/m² für Wohnungen. Das sind durchschnittliche Angebotspreise, keine tatsächlich gezahlten Kaufpreise. Die Hauskategorie umfasst unterschiedliche Hausarten und ist kein reiner Einfamilienhaus-Durchschnitt. Quelle: immoportal, Stadtübersicht.

Für eine Verkaufsentscheidung kommt es darauf an, welche Immobilien wirklich vergleichbar sind. Deshalb stehen hier amtliche Kaufpreise und Portalwerte getrennt, jeweils mit ihrem Datenzeitraum. Ein Preis je Quadratmeter für einen Stadtteil ersetzt keine Einschätzung des eigenen Hauses oder der eigenen Wohnung.

Welche Preise helfen bei einer Verkaufsentscheidung?

Angebotspreise zeigen inserierte Preisvorstellungen; Kaufpreise dokumentieren abgeschlossene Transaktionen. Auch ein amtlicher Durchschnitt gilt nur für die ausgewertete Gruppe. Er ist nicht automatisch auf jede Immobilie übertragbar.

Die Hauspreistabellen im Grundstücksmarktbericht 2026 beruhen auf auswertbaren Verträgen vom 1. Januar 2024 bis 30. November 2025. Die Portalübersichten unten tragen dagegen den Aktualisierungsstand September 2026. Unterschiedliche Zeiträume und Objektgruppen lassen sich nicht als Vorher-nachher-Vergleich oder als typischer Preisnachlass lesen. Quellen: Grundstücksmarktbericht, S. 64, immoportal, Datenhinweis.

Für die eigene Preisplanung sollten Lage, Hausart, Fläche, Zustand und Modernisierungen berücksichtigt werden. Die Immobilienwertermittlungsverordnung verlangt geeignete Daten und die Berücksichtigung wertrelevanter Unterschiede; ein unveränderter Stadtteilmittelwert genügt dafür nicht. Quelle: ImmoWertV, insbesondere §§ 5, 8 und 9. Die Bewertungsverfahren erklärt der Ratgeber Was ist meine Immobilie wert?.

Welche Kaufpreise nennt der Grundstücksmarktbericht?

Der Bericht erfasst für 2025 insgesamt 2.648 Verträge und rund 699,5 Millionen Euro Geldumsatz. Die Gesamtübersicht enthält neben Verkäufen auch Schenkungen, Übertragungen und sonstige Vorgänge. Sie ist deshalb nicht mit der Zahl ausgewerteter, vergleichbarer Verkäufe gleichzusetzen. Quelle: Grundstücksmarktbericht, S. 20.

Die detaillierte Aufteilung nennt 1.061 Verkäufe von Wohnungseigentum und 103 von Teileigentum. Die Summe von 1.164 betrifft beide Kategorien, nicht allein Eigentumswohnungen. Für Einfamilienhäuser weist dieselbe Tabelle 760 Verkäufe aus, für Mehrfamilienhäuser 307. Quelle: Grundstücksmarktbericht, Tabelle 2, S. 22.

Häuser: Objektart und fiktives Baujahr beachten

Die folgende Auswahl betrifft Häuser mit 100–150 m² Wohnfläche, einschließlich Bodenwert, ohne Differenzierung nach Lage. Bei den Bestandsobjekten verwendet die Quelle ausdrücklich das fiktive Baujahr. Modernisierungen, die die wirtschaftliche Restnutzungsdauer verlängern, können darin berücksichtigt sein; das ursprüngliche Baujahr allein reicht für die Zuordnung nicht aus. Quellen: Grundstücksmarktbericht, S. 64–67 und Begriffserläuterung im Modellteil S. 204, § 4 Abs. 3 ImmoWertV.

DHH/REH steht für Doppelhaushälften und Reihenendhäuser; EFH bezeichnet hier freistehende Einfamilienhäuser.

ObjektFiktives BaujahrØ €/m² WohnflächeFälle
DHH/REH1950–19742.225109
DHH/REH1975–19942.850112
DHH/REH1995–20093.30045
DHH/REH2010–20233.62520
EFH1950–19742.77539
EFH1975–19943.10040

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2026, Tabelle 23, S. 65 und Tabelle 24, S. 67. Verträge 01.01.2024–30.11.2025; nur auswertbare Fälle, keine Ausreißeranalyse; Mittelwerte und Spannen auf 25 €/m² gerundet.

Wie breit die Werte innerhalb einer Gruppe streuen, zeigt die erste Zeile: Die 109 Fälle liegen zwischen 1.175 und 3.525 €/m². Der Mittelwert von 2.225 €/m² ist also kein fester Preis für jedes Haus dieser Kategorie. Für Erstverkäufe von DHH/REH mit Baujahr ab 2024 nennt dieselbe Tabelle 4.675 €/m² bei nur elf Fällen. Diese Neubaugruppe sollte nicht mit Bestandsobjekten vermischt werden. Quelle: Tabelle 24, S. 67.

Wohnungen: eine eigene Auswertung

Die amtlichen Wohnungspreise betreffen auswertbare Verträge des Jahres 2025. Für 60–90 m² große Wohnungen nennt der Bericht beispielsweise 1.900 €/m² bei fiktivem Baujahr 1970–1979 und 112 Fällen, 2.075 €/m² bei 1980–1989 und 99 Fällen sowie 3.625 €/m² bei 2010–2023 und 18 Fällen. Das sind ausgewählte Gruppen, kein Gesamtmittelwert und keine Preisspanne für sämtliche Eigentumswohnungen. Quellen: Grundstücksmarktbericht, Auswertungsrahmen S. 136, Tabellen S. 138, S. 141 und S. 142.

Immobilienpreise nach Stadtteil: Häuser und Wohnungen getrennt

Die folgenden Werte sind Angebotspreise aus den jeweiligen immoportal-Gebietsübersichten, Stand 1. September 2026. Häuser und Wohnungen stehen in getrennten Spalten. Die Auswahl umfasst 15 Portalgebiete und ist weder ein vollständiges amtliches Stadtteilverzeichnis noch eine Rangliste aller Lagen.

Gebiet laut Portal / QuelleHäuser €/m²Wohnungen €/m²
Bettrath-Hoven2.6232.276
Eicken2.5962.242
Giesenkirchen2.6522.174
Hardt2.7952.313
Hardterbroich-Pesch2.6102.080
Holt2.5982.066
Lürrip2.6862.254
Mülfort2.3212.094
Neuwerk2.8272.561
Odenkirchen2.5722.114
Rheindahlen2.6392.321
Rheydt2.0692.058
Venn2.7922.246
Wickrath2.6932.173
Windberg3.0112.728

Quelle je Zeile verlinkt; übernommen sind die auf ganze Euro gerundeten Übersichtswerte „Kaufpreis Haus“ und „Kaufpreis Wohnung“, die das Portal als Angebotspreise erläutert. Geprüft am 10.09.2026. Keine eigene Zusammenrechnung beider Objektarten und keine Mischung mit den gesonderten Lage- oder Baujahresauswertungen des Portals.

Die Spalten beantworten unterschiedliche Fragen: In Windberg stehen etwa 2.728 €/m² für Wohnungen neben 3.011 €/m² für Häuser. Wer ein Haus verkauft, sollte den Wohnungswert nicht als Ausgangspreis übernehmen. Auch die Hauskategorie bleibt eine Sammelkategorie verschiedener Hausarten. Quelle: immoportal Windberg, Übersicht und Aufteilung nach Hausart.

Bei den hier übernommenen Übersichtskennzahlen werden keine zugehörigen Stichprobengrößen genannt. Die Mittelwerte sind keine Mindest- oder Höchstpreise. Deshalb lässt sich daraus weder ein garantierter Erlös noch eine präzise Bewertung einer einzelnen Adresse ableiten. Der Anbieter weist selbst darauf hin, dass tatsächliche Verkaufspreise nach oben oder unten abweichen können.

Welche Bodenrichtwerte gelten 2026?

Für erschließungsbeitragsfreie Wohnbauflächen nennt der Grundstücksmarktbericht die folgenden gebietstypischen Werte zum 1. Januar 2026. Diese Wohnbaulandwerte entsprechen dem Vorjahr. Die Aussage gilt nicht für gewerbliche Bauflächen. Quelle: Grundstücksmarktbericht, Tabelle 14, S. 44.

  • Individueller Wohnungsbau: gute Lage 590 €/m², mittlere Lage 430 €/m², mäßige Lage 300 €/m².
  • Geschosswohnungsbau: gute Lage 570 €/m², mittlere Lage 415 €/m², mäßige Lage 310 €/m².

Quelle: Tabelle 14, S. 44; gebietstypische Übersicht, keine adressbezogene Bodenrichtwertauskunft. Bezugsgröße ist die Grundstücksfläche, nicht die Wohnfläche.

Für eine konkrete Adresse sind die betreffende Zone und ihre beschreibenden Merkmale maßgeblich. Sie lassen sich in BORIS-NRW nachsehen; der Bericht erläutert die Abfrage auf S. 40. Ein Bodenrichtwert ist keine Bewertung des gesamten Hauses. In den amtlichen Hauspreisen oben ist der Bodenwert bereits enthalten: Er darf bei der Interpretation dieser Zahlen nicht noch einmal addiert werden. Quelle: Grundstücksmarktbericht, S. 40 und 64. Mehr zur individuellen Einordnung auf der Seite Grundstück verkaufen.

Was sollten Eigentümer vor dem Verkauf prüfen?

Die sinnvollere Frage lautet nicht „Welcher Stadtteil ist am teuersten?“, sondern „Welche Daten passen zu meiner Immobilie?“. Die veröffentlichten Mittelwerte sind ein Einstieg; die Unterschiede zum konkreten Objekt müssen anschließend geprüft werden.

Für die Vorbereitung einer Werteinschätzung empfiehlt sich diese Übersicht:

  • Objekt und Flächen: Hausart beziehungsweise Wohnung, Wohnfläche, Grundstücksgröße und vorhandene Grundrisse zusammenstellen.
  • Zustand und Modernisierung: Ursprüngliches Baujahr, durchgeführte Arbeiten und bekannte Mängel getrennt dokumentieren.
  • Lage und Nutzung: Tatsächliche Umgebung, Nutzung sowie bekannte Rechte und Belastungen angeben, statt nur den Stadtteilnamen zu nennen.
  • Datengrundlage: Bei einer Preiseinschätzung nach Bezugszeitraum, Vergleichsobjekten und berücksichtigten Unterschieden fragen.

Dies ist eine Vorbereitungsempfehlung, keine Liste gesetzlicher Verkaufsunterlagen. Die fachliche Grundlage für die Berücksichtigung von Lage, Erträgen, Mängeln und anderen Grundstücksmerkmalen enthalten §§ 5, 8 und 9 ImmoWertV.

Aus den hier gezeigten historischen Kaufpreisen und aktuellen Inseratmittelwerten lässt sich keine belastbare Prognose für den Verkaufspreis einer einzelnen Immobilie ableiten. Auch pauschale Verhandlungsabschläge oder feste Aufschläge für eine Modernisierung sind damit nicht belegt. Für die Verkaufsplanung sollte deshalb die eigene Immobilie betrachtet werden, nicht nur die nächste Marktprognose.

So unterstützen wir Sie

Wir bieten eine kostenlose und unverbindliche Werteinschätzung mit persönlicher Besichtigung an. Dabei beziehen wir Zustand, Ausstattung, Grundriss und die Lage Ihrer Immobilie ein.

  • Grundstücksmarktbericht 2026 für die Stadt Mönchengladbach (PDF): Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Mönchengladbach; Gesamtmarkt 2025, Hauspreisauswertung 01.01.2024–30.11.2025, Wohnungspreisauswertung 2025. Verwendet: S. 20, 22, 40, 44, 64–67, 136, 138, 141, 142 und 204. Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.
  • immoportal: Immobilienpreise Mönchengladbach: Angebotspreisübersicht, Aktualisierungsstand 01.09.2026. Die einzelnen Gebietsquellen sind direkt in der Tabelle verlinkt; verwendet werden jeweils die Übersichtskennzahlen für Häuser und Wohnungen.
  • BORIS-NRW: Bodenrichtwertauskunft für die konkrete Zone.
  • Immobilienwertermittlungsverordnung: insbesondere §§ 4, 5, 8 und 9; geltende Fassung bei der Quellenprüfung.

Quellen und Aussagen geprüft am 10. September 2026. Die genannten Beobachtungszeiträume bleiben davon unberührt; die Zahlen sind keine individuelle Bewertung und keine Preisgarantie. Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Häufige Fragen

Was kostet ein Haus in Mönchengladbach 2026 im Durchschnitt?

Einen einheitlichen Wert für jedes Haus gibt es nicht. immoportal nennt in seiner Stadtübersicht zum 1. September 2026 rund 2.596 €/m² als durchschnittlichen Angebotspreis für die Sammelkategorie Häuser. Das sind keine beurkundeten Kaufpreise und kein speziell für Einfamilienhäuser ermittelter Durchschnitt; Objektart, Zustand und Lage müssen gesondert betrachtet werden.

Welcher Stadtteil ist am günstigsten oder am teuersten?

In der hier gezeigten Auswahl von 15 Portalgebieten liegt Rheydt bei den Angebotspreisen für Wohnungen mit rund 2.058 €/m² am unteren und Windberg mit rund 2.728 €/m² am oberen Ende. Diese Werte stammen aus den immoportal-Übersichten vom 1. September 2026. Die Auswahl ist keine vollständige Rangliste aller Stadtteile und sagt nicht, welchen Preis ein bestimmtes Haus oder eine bestimmte Wohnung erzielt.

Was bedeutet fiktives Baujahr in der Kaufpreistabelle?

Das fiktive Baujahr ist eine bewertungsbezogene Einordnung und nicht zwingend das ursprüngliche Baujahr. Modernisierungen, die die wirtschaftliche Restnutzungsdauer verlängern, können dabei berücksichtigt sein. Ein älteres, modernisiertes Haus lässt sich deshalb nicht allein anhand seines ursprünglichen Baujahrs einer Tabellenzeile zuordnen.

Wie hoch sind die Bodenrichtwerte in Mönchengladbach 2026?

Für erschließungsbeitragsfreie Flächen des individuellen Wohnungsbaus nennt der Grundstücksmarktbericht zum 1. Januar 2026 gebietstypisch 590 €/m² in guter, 430 €/m² in mittlerer und 300 €/m² in mäßiger Lage. Diese gebietstypischen Wohnbaulandwerte entsprechen dem Vorjahr; für gewerbliche Bauflächen gilt das nicht. Für ein konkretes Grundstück sind die passende Bodenrichtwertzone und ihre Merkmale zu prüfen.

Liegen Verkaufspreise immer unter Angebotspreisen?

Nein, diese Aussage lässt sich aus den hier verwendeten Daten nicht ableiten. Die Portalwerte beruhen auf Inseraten; die amtlichen Kaufpreistabellen betreffen andere Zeiträume und ausgewählte tatsächlich verkaufte Immobilien. Ein Vergleich dieser unterschiedlichen Gruppen liefert keinen belastbaren Verhandlungsabschlag.